Bericht 2017 - TuS Ehrsen

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Eine tolle „Nachtwanderung“

Anfang des neuen Turnjahres 2017: „Heidi, hast du schon über einen gemeinsamen Ausflug der Mittwochsfrauen nachgedacht?“
„Oh, ja, das habe ich. Wir wollen uns am Freitag, den 31. März um 19,30 Uhr bei „König“ treffen.“
Eine Nachtwanderung? Das war ja etwas ganz Neues, und konnte spannend werden. Wir sollten Taschenlampen mitnehmen!
Aber diesmal verriet Heidi uns das Ziel unseres Ausflugs: „Taschenlampen braucht ihr nicht. Wir wollen eine Großbäckerei in Höxter besuchen. Und ihr wisst ja, Bäcker arbeiten nachts bis in die Morgenstunden. Deswegen der späte Start.“
Das war ja nun keine Nachtwanderung im üblichen Sinne, aber doch etwas Neues und bestimmt auch spannend.
Erwartungsvoll stiegen alle, die mitwollten, am 31. März um 19.30 Uhr in den Bus, der uns nach Höxter zur Großbäckerei „Engel“ bringen sollte.
In einem Aufenthaltsraum erzählte uns Herr Winkelmann, ein Mitarbeiter in der Bäckerei, etwas über den Werdegang dieser Bäckerei: Die Keimzelle war eine kleine Bäckerei mit dazugehörigem Lebensmittelgeschäft in dem kleinen Ort Ovenhausen bei Höxter. Die beiden Söhne des Hauses erweiterten im Laufe der Zeit den Bäckereibetrieb, sodass der Platz in Ovenhausen nicht mehr ausreichte. Man expandierte und errichtete im Industriegebiet von Höxter neue Gebäude und dachte dabei auch gleich an Zuwachs. Und nun kommt das Erstaunliche, was uns auch begeistert hat: Es ist zwar eine Großbäckerei, aber trotzdem merkt man überall noch den privaten Charakter und das Engagement der Mitarbeiter für „ihren“ Betrieb.
Wir durften, ausgestattet mit weißen Kitteln und weißen Hauben, überall zuschauen, Fragen stellen, erhielten Antworten und Erklärungen, natürlich immer mit einem gewissen Abstand. Wir sahen sehr viel Handarbeit. Alle die verschiedenen Teigsorten für unterschiedliche Brote und Kuchen werden selbst hergestellt. Nichts wird vorgefertigt von anderen Industriebetrieben gekauft.
Trotzdem nutzt man aber auch die Errungenschaften der Technik. Die schweren Mehlsäcke müssen nicht mehr von Hand gehoben und getragen werden. Die vorbereiten Teigsorten werden in großen, fahrbaren Bottichen maschinell geknetet. Bei der Teigzubereitung – genau nach Rezept, das wir auch nachlesen konnten – assistiert eine „mitdenkende“ Waage: fehlt eine Zutat, merkt das die Waage und arbeitet nicht mehr weiter.
Aber anschließend werden die verschiedenen Produkte, wie Brote, Kuchen, Teilchen von Hand weiterverarbeitet. Auch das Beschicken der Öfen geht nun nicht mehr per Hand mit dem Holzschieber, wie wir es vielleicht schon mal im Freilichtmuseum gesehen haben. Die Bäcker bestücken schmale, fahrbare Gestelle, die dann im Ganzen in den Ofen geschoben, mechanisch umgeladen und leer wieder herausgefahren werden. Fantastisch und faszinierend.
Als besonders angenehm haben wir das ruhige, harmonische Miteinander der Bäcker empfunden. Ohne Hektik wurde flott gearbeitet. Das ist etwas, worauf der Chef auch größten Wert legt. Deswegen muss dieser Betrieb auch nicht über Mangel an Lehrlingen klagen. Wo es geht unterstützt er sie.
Am Ende dieser spannenden „Reise“ durch die Bäckerei, trafen wie uns wieder im Aufenthaltsraum und durften bei Kaffee, Tee, Saft oder Wein von den leckeren Kleingebäckteilchen kosten: mmh-lecker! Schade, dass unser Bus schon wartend vor der Tür stand, um uns wieder nach Hause zu bringen.

Liebe Heidi, vielen Dank für diese tolle Idee!
gbl

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